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Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Dominic Sauerteig, sehr geehrte Stadträte,

mit Bestürzung haben wir zur Kenntnis genommen, dass der Stadtrat der Entfernung der acht gesunden alten Linden zugestimmt hat.

Die zunehmende Klimaerwärmung führt zu großer Hitze in den Städten. Insbesondere versiegelte Flächen tragen zur Aufheizung bei. „Den städtischen Baumbestand nachhaltig sichern und weiterentwickeln“ empfiehlt das Umweltbundesamt als Beitrag für den klimagerechten Umbau der Stadt.

Alte Bäume mit breiten Kronen haben viele Jahrzehnte gebraucht, um heranzuwachsen. Mit ihrem ausladenden Schatten sind sie das wertvollste Mittel gegen die Aufheizung der Stadt und deshalb unbedingt zu erhalten.

Auch als Nistplatz für Vögel, Lebensraum und Blütenquelle für Insekten sind die Linden wichtig. Säulenbäume, die ständig beschnitten werden, sind in keinerlei Weise ein Ersatz für diese wertvollen Bäume.

Die Gestaltung von Grünflächen ist schon lange keine Privatsache mehr. Sogenannte Steingärten sind in Coburg nicht mehr erwünscht, Gartenbesitzer werden aufgefordert diese zu begrünen, während viel größere Flächen im Stadtgebiet zu Stein- und Asphaltwüsten werden und gesunde Bäume ohne vernünftigen Grund weichen müssen. Der Stadtrat wird hier seiner Verantwortung für die Zukunft der Stadt nicht gerecht.

Eine Verpflanzung der Bäume lehnen wir ausdrücklich ab. Bäume sind Lebewesen und haben das Recht auf einen Verbleib an ihrem Standort. Sie werden dort gebraucht, wo sie gepflanzt wurden und schon Jahrzehnte ihren ökologischen Wert für uns Menschen leisten. Am Albertsplatz konnten damals auch nur 5 von 13 Linden verpflanzt werden. So etwas soll sich nicht wiederholen.

Wir fordern den Stadtrat auf, die acht Linden und sämtliche gesunde Bäume in der Stadt uneingeschränkt zu erhalten und die Anforderungen an den klimagerechten Umbau der Stadt nicht zu konterkarieren!

https://www.bund-naturschutz.de/pressemitteilungen/neue-chancen-fuer-alte-baeume

https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/anpassung-an-den-klimawandel-natur-in-der-stadt