Neue Heimat für zwei Jungbiber gesucht

Hilferuf einer besorgten Biberschützerin

 Sehr geehrte Tierfreunde, 

in der letzten Woche fand bei Wiesenfeld ein Treffen mit der Unteren Naturschutzbehörde, dem Bürgermeister von Meeder, dem dort zuständigen Biberberater, Herrn Ruppert und besorgten Anwohnern statt.  Im Wahlgraben, am Ortsrand von Wiesenfeld befindet sich seit einigen Jahren Ein Bibervorkommen. In der Vergangenheit mussten hier schon manchmal Biberdamme entfernt oder abgesenkt werden. Seit kurzem wird in der Nähe der an der Staatstraße 2205 gebaut-.Der Biberdamm verursacht durch den Rückstau in die Seitengäben eine Vernässung des Baustellenbereichs, was dem Projektleiter natürlich gar nicht gefiel. Nun wurden bei der Baustelle auch noch Minen gefunden, wweshalb eine Kampfmittelräumung stattfinden muss. Um die Oberbodenmieten zu verstzen muss der Untergrund trocken sein.  Leider wurde bei diesem Ortstermin keine Lösung für die Biber vor Ort gefunden.

Verschiedene Versuche den Biber hier zu vergrämen waren bisher erfolglos, weshalb man tatsächlich über eine Entnahme nachdenkt.

Frau Rödel, Anwohnerin und Tierschützerin möchte die beiden Jungbiber unbedingt retten, wobei wir sie sehr gerne unterstützen. Die Gemeinde Meeder hat wohl eine Falle mit der man die Tiere einfangen könnte nun fehlt uns nur noch ein geeigneter Lebensraum, wohin man die Tiere bringen könnte.

Wer hat eine Idee? Wer weiß einen geeigneten See, Bach oder Fluss wohin man die beiden Jungbiber bringen kann.

BITTE DRINGEND MELDEN ES EILT!

Bibermanagement im Landkreis Coburg

Derzeit sind circa 40 Biberreviere bekannt

Im 19. Jahrhundert war der Biber in ganz Bayern ausgestorben, nun erobert er langsam wieder unsere Flüsse, Seen und Bäche.

Seine Aktivität hat viele positive Auswirkungen auf Wasserhaushalt und Artenvielfalt, führt aber auch zu Konflikten mit Landnutzern.

Der Biber ist und bleibt aber eine streng geschützte Tierart! 

Mensch und Biber müssen sich nur wieder aneinander gewöhnen.

Trotz aller Leistungen, die der Biber für uns und die Natur erbringt, hat er oft ein schlechtes Image. Denn natürlich kommt er mit seinen Baukünsten in unserer dicht bebauten und intensiv genutzten Landschaft gelegentlich dem Menschen in die Quere. Etwa, wenn er mit einem seiner Dämme eine Wiese unter Wasser setzt oder ein Traktor im unterhöhlten Uferbereich einbricht.

Weil es wichtig es ist, Mensch und Biber dabei zu unterstützen, sich wieder aneinander zu gewöhnen gibt es nun auch im Landkreis Coburg ehrenamtliche Biberberater als Ansprechpartner für die betroffenen Landnutzer und Kommunen. Sie beraten vor Ort, ermitteln den entstandenen Schaden und erarbeiten praktikable Abhilfemaßnahmen. Dabei vermitteln sie zwischen den naturschutzfachlichen und rechtlichen Vorgaben und den berechtigten Interessen der Anlieger und arbeiten eng mit der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt Coburg zusammen.

So lassen sich für alle Konfliktfälle gute, meist überraschend einfache Lösungen finden. Mehr noch: Viele Probleme tauchen gar nicht erst auf, wenn die Biber-Experten frühzeitig zurate gezogen werden.

Tatsache ist: Der Biber kann nur knappe fünf Prozent der bayerischen Landesfläche überhaupt besiedeln und in den allermeisten Revieren des Nagers leben Mensch und Tier ohne Schwierigkeiten zusammen. Zudem entfernt sich ein Biber selten weiter als 20 Meter vom Wasser. Konflikte entstehen deshalb meist nur dort, wo der – auch für den Trink- und Hochwasserschutz – wichtige Uferrandstreifen fehlt.

Vieles, was dem Baumeister in Medienberichten oder Erzählungen angelastet wird, gründet sich auf Vorurteile oder mangelnde Information. Deswegen ist eine der wichtigsten Aufgaben des BN in Bezug auf den Biber, sachlich über die Lebensweise des Bibers zu informieren. Damit der nützliche Nager wieder in den Herzen der Menschen ankommt! 

 

 

Führung mit dem Bibermanager

Umweltbildung

Bei einer Exkursion im Biberrevier mit dem Bibermanager kann auf verschiedene Probleme vor Ort eingegangen werden.

Wir möchten die Menschen mit unseren Führungen für den Biber sensibilieren.

Gerne können wir auch unseren Biberrucksack an Schulen oder andere Umweltbildner ausleihen.